Resümee – Isarnetz Webwoche

Veröffentlicht: Mai 12, 2012 in entrepreneurship, Munich
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Möchte mir – da ich hier gerade am Ostbahnhof sitze und auf meine S-Bahn warte – konstruktive Kritik an der ersten Münchner Webwoche erlauben.

Gleich vorab: Finde die Initiative welche die Jungs hinter Isarnetz ins Leben gerufen haben sehr gut, wichtig für die Münchner Gründerkultur und kann den Enthusiasmus nur unterstützen.

Es muss aber mehr sein als Aktion!

Wenn Isarnetz das in Zukunft darstellen möchte, was ich hoffe für das es auch angedacht ist, dann gehört …

1. Eine ganz andere Vorlaufszeit dazu
2. und mehr Zielorientierung in Richtung künftiger Daseinsberechtigung

Für mich sollte die Webwoche oder bzw. Isarnetz als eine Art „Meta-Marke“ für webbasierte Startups in München etabliert werden, mit einem wesentlichen Hauptziel: Den Mainstream zu erreichen! Eine Prophaganda-Maschine für Pro Unternehmertum und für webbasierte Innovation.

Made in Munich - Isarnetz - Münchner Webwoche

Nichts mehr aber leider auch nichts weniger.

Es ist prima möglichst viele etablierte Events verschiedener Akteure in einer Woche zu konzentrieren und mit ein paar zusätzlichen Akzente zu setzen. Es ist prima die Startups auf die Bühne zu holen, prima die Initiative zu ergreifen. Alle Augen werden auch beim ersten mal nochmals zugedrückt. Beim zweiten mal sollte alles sitzen.

Ich gebe zu, dass ich nur aus meinen beschränkten Einblick heraus urteile. Bin beim SMCMUC gewesen, ein Event welches ich schon lange schätze. War beim Rathausempfang, beim Google Speeddating und beim „made in Munich“ Event. Es war nett bekannte Gesichter zu treffen, trotzdem habe ich alle drei original Isarnetz Events, letztendlich als „Zeitfresser“ oder maximal als geselliges Beisammensein mit den üblichen Verdächtigen empfunden.

Bergfest im alten Rathaus:
Auch wenn die Location schick ist, vielleicht doch zu sehr verstaubt genauso wie die Hauptredner!

Man kommt vielleicht nicht drum rum Stadt und IHK als Mitorganistoren eine Bühne zu gewähren, die Limitierung der Grußworte auf knappe 5 Min. jedoch möglich und zwingend nötig. Und als ob die gefühlten Stunden nicht genug gewesen wären, bestimmen die selben beiden Herrschaften ungefähr 50% der sonst gut moderierten Podiums-Diskussion. Als „Grußonkels“ auf ein kurzes Hallo okay, in Wirklichkeit zu lang, und als Diskussionspartner vollkommen unnötig völlig deplatziert!

Google-Speeddating:
Es war natürlich interessant mal die Räume von Google zu sehen. Gastfreundschaft wurde groß geschrieben. Es gab auch noch einen interessanten kurzen Einblick in die Arbeitsweise. Aber angekündigt war was anderes. Es war ein Speeddating unter sich mit den üblichen Verdächtigen inkl. Führung – nicht weniger aber auch nicht mehr. Fraglich ob ich hierfür 3 Std. meiner Arbeitszeit geopfert hätte. Bei korrekter Ankündigung ohne Übertreibungen hätte ich dies aber wenigstens für mich selbst entscheiden können.

Made in Munich:
Wieder gute Idee und guter Ansatz. Allerdings pitchten auch hier die selben Startups (mit wenigen Ausnahmen) nur unter sich um die Wette. Eine „geschlossene Veranstaltung“ um die Öffentlichkeit über die Web-Startup-Szene in München zu informieren???

Fazit:
Wie gesagt. Ich möchte nicht „dissen“, sondern wollte nur konstruktive Kritik äußern, in der Hoffnung, dass es die Münchner Woche auch in 10 Jahren noch geben wird und bis dahin ALLE von den hippen und coolen Startups aus München erfahren haben.

Dazu braucht es aber viel mehr Vorlaufzeit, mehr Marketingbudget, mehr Unterstützung vom kommunalen Marketing und vor allem PR und Öffentlichkeit. Es muss mehr sein als ein paar Plakate ein paar Tage vorher auf ein paar Orte zu verteilen und die Social Media Kanäle zu benutzen, die wieder nur die selben Leute, nämlich die Startup Szene, erreichen.

Kommentare
  1. […] Harald haben dann “doch eher wieder die üblichen Verdächtigen teilgenommen”. Auch Melanie von Voycer hatte sich “ein etwas bunteres Publikum gewünscht” . Ich seh das […]

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